Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin
Bachblüten-Therapie und Homöopathie
Biologische Heuschnupfenbehandlung
Biologische Krebs-Therapie
Neurodermitis Spezialbehandlung
Raucherentwöhnung
Analytische Gesprächstherapie und Hypnose
Lebenskraft_Qi

Gelbfieber-Impfstelle

Vorsorge-Impfungen

Reise-Impfungen


Sprechzeiten nach Voranmeldung:

Mo/Mi/Do 14 - 20 Uhr
Dienstag 9 - 15 Uhr
Freitag 8 - 14 Uhr

Haigerlocher Str. 56
72379 Hechingen
Tel. 0 74 71 - 30 88

Wir arbeiten nach einem Bestellsystem und bitten Sie, Ihre Termine einzuhalten oder rechtzeitig abzusagen sollten Sie einmal verhindert sein.


Laser-Akupunktur: Lasertherapie und Laserblutbehandlung


Aktuell

Gesundheit im Wandel:

Anregungen und Beispiele aus der Naturheilkunde, der Psychotherapie und der Chinesischen Medizin

Vortrag im Rahmen des Gesundheitstages mit dem Motto "Gesundheit im Wandel" am 18.05.2003 in Hechingen

 

Der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Alle drei sind unlösbar miteinander verbunden. Ist eines krank, so sind auch die beiden anderen krank. Harmonie kann nicht per Krankenschein verordnet werden. Dafür muss ich selber etwas tun. Das Bewusstsein in diese Abhängigkeit führt mich zurück in eine hohe Eigenverantwortung mir selbst und meinem Körper und dem Gemeinwohl gegenüber. Ich muss wissen, dass ich wieder selber etwas tun muss, um mich des Lebens zu erfreuen.

Ich spreche absichtlich nicht von "gesund" sondern von "heil". Heilsein ist mehr als gesund. Gesundsein meint nur die eine Dimension des Körpers, heil ist der übergeordnete Zustand der Harmonie, des Freiseins von Störungen in allen drei Dimensionen.

Der Begriff der Psychosomatik basiert auf dieser Feststellung. Wir wissen, dass ein großer Prozentsatz der Menschen, die heute zum Arzt kommen, sog. Psychosomatiker sind, d. h. Patienten, die auf der geistigen-seelischen Ebene Schwierigkeiten haben, sich zurecht zu finden. Ängste, Nöte und Sorgen setzten sich in körperlichen Schwierigkeiten um und können zu manifesten Erkrankungen werden. Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre, Entzündungen des Dickdarmes, gen. Schleimhautentzündungen, viele Beschwerden Der WS, kurz neurot. Beschwerden bis hin zur Brustenge, und nicht zuletzt der Krebs, sind zum großen Teil rein psychogenen Ursprungs. Es nützt deshalb überhaupt gar nichts, wenn ich diese Krankheiten nur mit Medikamenten angehe, denn das kann immer nur eine Therapie sein, die Symptome behandelt. Viel wichtiger ist es, dass ich die Ursachen der Krankheiten begreife und aufarbeite, denn sonst ist wie bei einem Tennisball: die eine Störung (gleich Krankheit) beseitige ich, doch die seelische Belastung sucht sich daraufhin ein neues Ventil, d. h. der Tennisball springt in eine andere Ecke und morgen habe ich vielleicht ein anderes Symptom. So geht es immer weiter, und es geht solange weiter bis ich bereit bin, zu begreifen, dass ich in meinem Leben in mir selbst etwas ändern muss. Ein ähnlicher Zusammenhang besteht zwischen Körper und Ernährung. Wir sollten unserem Körper nur das anbieten, was er braucht. Aber das, was mein Körper benötigt, kann ich nicht nur aus einer Zeitung, dem Rundfunk oder dem Fernseher entnehmen, sondern ich erfahre es letztlich von mir selbst. Ich muss wieder die Feinfühligkeit entwickeln, die mir von Innen heraus signalisiert, wonach mein Körper verlangt und was ich essen kann, ohne Schwierigkeiten zu bekommen. Wir alle kennen doch das Gefühl - dass uns beim Gedanken an gewisse Speisen das Wasser im Munde zusammen läuft.

Sowohl der Mensch der alles in sich hinein isst, was ihm vorgesetzt wird, als auch der, der nach sehr strengen einschränkenden Richtlinien lebt, kompensiert neurotische Fehlhaltung. Beide versuchen durch das Essen nicht angemessene Lebensumstände, die ihnen durch den Alltag aufgezwungen werden und von denen sie sich nicht lösen können oder wollen, zu kompensieren.

Wir sind wie Wesen in einem riesigen Kopf, mit Armen und Beinen, die durch die Scharniere des Willens zusammen gehalten werden, aber dort, wo die Körpermitte ist, haben wir ein Loch. Wir vertrauen immer nur uns selbst, unserem rationalen Denken. Was uns unerwartet widerfährt, wirft uns um. Es reißt uns fort, macht uns unfähig, uns lachend aufzufangen - etwas Liebes zu sagen. Wir werden aggressiv. Wir merken gar nicht, dass wir uns mit unserer Aggression selbst meinen und uns auch selbst treffen.

Ich weiß, dass viele von uns heute über das Maß gefordert werden. Sie müssen sich drehen, um im Alltag zu bestehen. Aber fragen wir uns doch einmal, wer uns denn eigentlich fordert. Fordern wir uns nicht in vielen Fällen durch unser Anspruchsdenken selbst?

Manipulieren wir uns nicht selbst in diesem Teufelskreis von Anspruch und Leistung hinein? Hier muss ich mich doch fragen lassen, was mir wichtiger ist: meine Gesundheit oder mein Status. Was kann ich leisten, ohne dabei krank zu werden. Wo sind meine Grenzen? Will ich diese Grenzen anerkennen, oder will ich sie ignorieren? Wie kann ich den Anforderungen genügen, ohne mich selbst dabei nicht zu vergessen?

Die Einheit von Körper, Geist und Seele ist vergleichbar mit einer Geige. Sie besteht aus verschiedenen Teilen - dem Korpus, den Saiten, den Wirbeln und dem Bogen. Die Geige selbst kommt erst dann zum Klingen, wenn wir sie nicht in Einzelteilen, sondern als Gesamtheit wahrnehmen. Der Buchstabe fügt sich erst in Wort zu einer Einheit, ein Wort wird erst im Satz zum Ganzen.

Es genügt nicht, wenn wir uns nur theoretisch, akademisch oder klinisch mit der menschlichen Psyche, mit dem menschlichen Verhalten auseinander setzten und die Praxis dabei vergessen. In meiner Arbeit mit den Patienten versuche ich, Wege aufzuzeichnen, um ihnen selbst die Möglichkeit zu bieten, sich selber besser zu begreifen, sich als Einheit zu erfahren und um letztlich damit zu einem "heilen" Leben in Harmonie und Gesundheit zu finden. Sie werden dabei oft merken, dass sie bewusster leben, lebendiger lieben können, dass sie in der Lage sind, Dinge, die in Ihnen angelegt sind - von denen sie bisher aber keine Ahnung hatten - zum Leben zu erwecken. Es ist die Freisetzung verborgener Energien, die wir spüren, wenn wir intensiv Kräfte mobilisieren, wenn wir plötzlich mit einer Situation konfrontiert werden, die von uns Mut verlangt, mehr Mut, als wir zu haben glauben. Wir spüren diese Kräfte, wenn uns Wunden geschlagen worden sind, die wieder verheilen. Wenn wir vollkommen zerstört am Boden liegen und plötzlich entdecken, dass wir uns aufrichten können und unsere Kräfte uns einen neuen Sinn im Leben finden lassen.

Wenn wir darüber reden, was wir für unsere Gesundheit tun können, so scheint es mir zweckmäßig, auch einen Blick in den Osten, nach Asien zu tun. Ich tue das weil die asiatische Medizin heute in Mode ist, sondern ganz einfach, weil sie uns viel sagen kann.

Für den Asiaten ist der Körper ein Ganzes. Die asiatische Denkweise geht davon aus, dass jede Krankheit verschwindet, wenn das harmonische Gleichgewicht im Körper wieder hergestellt ist. Zur Harmonisierung bedient sich die chinesische Medizin verschiedene Möglichkeiten, eine davon ist die Akupunktur.

Diese Technik ist eine Methode, um das harmonisch fließende Gleichgewicht der körpereigenen Energie wieder zu herzustellen. Das ist auch die Erklärung dafür, dass z. B. der Akupunktur sehr häufig Punkte gestochen werden, die weit vom Herd der Erkrankung entfernt liegen und scheinbar in keiner anatomischen Beziehung zum Krankheitsherde stehen.

Harmonie ist für den Asiaten Gesundheit. Gesundheit ist Harmonie, ist gleichmäßig fließende Energie; ist Wohlbefinden. Stellen Sie sich vor, dass unser menschlicher Körper von zwei Systemen gelenkt wird, die in einem wohl geordneten, harmonischen Zueinander den Energiefluss in unserem Körper bestimmen: Yang und Yin. Diese beiden Kräfte wirken automatisch, sind immer entgegengesetzt und doch ergänzen sie sich. Sie verbinden sich ununterbrochen, sie kooperieren miteinander, sie sind also das Prinzip der sich permanent ergänzenden Polaritäten.

Lassen sie mich die Begriffe Yin und Yang in ihrer Bedeutung analysieren:

Das Yin ist das negative, weiblich, mütterliche Prinzip, ist die Kraft der Ausdehnung. Die Kräfte des Yin sind im Kalten, im Dunkeln, im Verborgenen und im und im Wechselhaften, im Schatten und im Wasser zu finden. Alles was uns benommen macht, was uns schwindelig werden lässt. Alles, was in der Natur schnell wächst, sich ausdehnt ist Yin.

Dem gegenüber steht das Yang. Yang ist die positiv männliche, väterliche Kraft. Yang ist die zusammenhaltende Kraft. Es wohnt in alle, was aktiv, trocken, warm beständig, hell und klar ist, wie z. B. in der Sonne und im Feuer, Yang erzeugt nie die schwindelnde Benommenheit des Yin. Alles das, was uns Benommenheit nimmt, ist demzufolge Yang. Yang ist in der Natur alles, was langsam wächst, was langsam wird, wie z. B. die Wurzeln der Bäume. Ginseng ist eine bedeutende Yangwurzel.

Also, noch einmal zusammengefasst: Yin ist die ausdehnende Kraft und Yang die zusammenziehende. Nur wenn beide in einem gesunden, harmonischen Verhältnis zueinander stehen, fühlt sich der Mensch gesund, kräftig und stark. Das heißt aber auch, dass die aufgezählten Eigenschaften keine Wertigkeiten sind, sondern Notwendigkeiten, denn das eine währe ohne das andere nichts. Die Hitze, die Aktivität der Sonne wäre nichts, wenn sie nicht im Gegensatz zur Kälte und Passivität des Mondes stünde.

Der Tag mit der Sonne, mit der Hitze, dem Sommer als Yang wäre nichts, wenn ihn nicht die Nacht mit dem Mond, der Kälte, mit dem Winter als Yin gegenüber stände.

Wenn wir uns dieses Denken zu Eigen machen, so können wir viele Handlungen des Menschen sehr einfach verstehen. Die Yang-Energie ist eine dynamische Energie. Sie treibt an. Die Yin-Energie ist eine statische Kraft, sie beruhigt. Das Verhältnis zwischen Yin und Yang im menschlichen Körper macht den Menschen geschäftig oder ruhig.

Wenn ich das Wissen im Rahmen unserer Betrachtungen zusammenfasse, so meine ich folgendes:

Bei einem Überhang an Yang ist die Harmonie gestört. Die Folge ist Unwohlsein. Der Körper neigt zu Entzündungen, ist heiß und rot. Der Geruch eines solchen Menschen ist "sauer". Ein Mensch mit zuviel Yang sollte Wärme, Rotlicht, Hektik, Sonnenschein, Alkohol, Fett, Kaffee, Tee meiden. Es sollte dem Zuviel an Yang entgegen wirken durch Kälte, Blaulicht, Ruhe, Dunkelheit, yinhaltige Nahrung, z. B. Obst und Gemüse, kaltes Wasser, Baumwollkleidung.

Beim Überwiegen von Yin ist die Folge Unwohlsein, Frieren, Kälteempfindungen, der Körper wird blau, der Geruch alkalisch. Dieser Mensch sollte Kälte, Blaulicht, Stille, Dunkelheit, kaltes Wasser meiden. Hilfe für ihn wäre Rotlicht, Wärmezufuhr, warme Kleidung, eine Ernährung aus Getreide, Fett, Fleisch und etwas Alkohol; er sollte warme Getränke trinken, helles Licht bevorzugen.

Wenn wir uns diese Gedanken zu einer Lebensverständlichkeit werden lassen, haben wir ein gutes Rezept, um Harmonie zu finden. Das gilt sowohl für die Vorsorge, als auch für Zeiten der Krankheit. Im Fall von Unwohlsein sollten wir uns die Frage stellen, was bei uns vorherrscht, Yin oder Yang? Demzufolge nützen die geschilderten Maßnahmen zum Ausgleich von zuviel Yin oder zuviel Yang. Wir Europäer sollten uns dieses einfache, aber doch so schwer erlernbare Prinzip der beiden Pole zu nutze machen. Auch wir sollten wieder lernen, in uns hinein zu horchen, uns mit dem gestörten Zustand des Yin und Yang vertraut zu machen und damit in eine ganz andere Dimension des Verständnisses mit uns selbst hinein zu kommen.

 

« zurück zur Übersicht "Aktuell"